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Das Altarblatt ist mit „Skoff pinx." bezeichnet und stammt aus dem Jahr 1842.

Über dem Altarbild gibt es wieder ein Doppelwappen; das eine Feld zeigt den Doppeladler für Österreich, das andere die Flachsbrechel, das Wappenzeichen des ehem. Benediktinerklosters (Klein-) Mariazell.

Darüber erblicken wir im barocken Rahmen ein Ölgemälde, auf dem Gottvater über Wolken thront, ebenfalls aus dem Jahr 1842 und vom selben Maler.

Auch ein paar Englein finden sich auf dem Bild, doch nicht so viele wie in den Wolken darüber.

Zwei große Gemälde fallen noch auf: Das eine ist ein Kreuzigungsbild - Christus in der Sterbestunde, als der Himmel sich verdunkelte - auf dem Seitenalter im Langhaus. Dieses wurde um 1710 gemalt und stammt aus dem Kapitelsaal der Kartause Mauerbach. Von dort kam es auf Bitten der Altenmarkter Gemeinde hierher.

Das andere stellt die hl. Eisabeth von Portugal dar, im königlichen Ornat, milde Gaben an Arme verteilend, während Engel Goldstücke in eine flache Schüssel fallen lassen. Diese hl. Elisabeth findet sich bei uns eher selten. Sie ist 1271 in Spanien geboren, war die Großnichte der hl. Elisabeth von Thüringen, deren Namen sie erhielt, war verheiratet mit dem portugiesischen König Dionysius und starb 1336. Sie gründete zahlreiche Spitäler und ein Kloster. In der Darstellung wird sie oft ihrem hl. Vorbild gleichgesetzt.

Die Herkunft des Bildes ist interessant. Im Jahr 1788 wurde der alte Altar mit dem Bild des Täufers durch den jetzigen Altar ersetzt, der aus dem aufgelassenen Karmeliterkloster in Wr. Neustadt stammte und dessen Altarblatt die hl. Elisabeth zeigte.

Dieses Bild musste dem des hl. Johannes weichen und wurde hinter dem Aufbau des Hochaltars aufgehängt. Ein beigefügter Zettel verwies auf die Herkunft:

„Dieser Altar war der heiligen Elisabeth in der / Kirche der Patern Karmelitern zu Neustadt / gewidmet; wovon das Altarblatt noch hier zu sehen ist. Diese Heilige war Königin von Portugall / und Gemahlin des Königs Dionysius der im Jahr 1300 regieret hat. Erwähnter Altar wurde von der geistlichen Hofkommission und unserem heiligen Kirchenpatron zurecht gerichtet im Jahr 1788."

So blieb das alte Hochaltarbild mit Johannes dem Täufer zunächst weiter bestehen, war aber schon recht schadhaft.

Deshalb stiftete der Gutsbesitzer Joseph Exinger aus Klein-Mariazell ein neues Altarbild, nämlich das, das noch heute zu sehen ist.

Damit stehen wir wieder vor dem Hochaltar, der um 1720 in Wiener Neustadt entstand und als Seitenaltar für die dortige Karmeliterkirche geschaffen wurde. Nach Aufhebung des Karmeliterklosters wurde dieser dann 1788 unserer Kirche überlassen.

Er ist eigentlich prächtig ausgeführt. Zwischen den Säulen des spätbarocken Altars stehen zusätzlich vier Statuen,

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img 05innen die hl. Anna und der hl. Joachim, die Eltern der Mutter Gottes, 

außen die hl. Lucia mit den Symbolen ihres Martyriums: den Dolch im Hals, schreitet sie durchs Feuer. In der linken Hand hält sie den Palmenzweig, das Zeichen ihres Sieges. Die vierte Figur stellt die hl. Monika, die Mutter des hl. Augustinus dar. Ihr Symbol ist das Buch in der Hand.